Leistenbrüche

Unter dem allgemeinen Begriff der Hernie werden pathologische Prozesse im Organismus zusammengefasst, bei denen es zur Vorwölbung und Einklemmung bestimmter Organe kommt. Diese werden nach ihrer Lokalisation in spezifische Untergruppen eingeteilt. Leistenbruch – die häufigste Form der Erkrankung

Arten von Hernien

1. Leistenhernien

Die häufigste Form dieser Erkrankung ist die Leistenhernie. Nach medizinischen Statistiken stellen Leistenhernien mehr als 80 % aller äußeren abdominalen Hernien. In der Regel treten Leistenhernien bei Männern auf, was auf Besonderheiten des männlichen anatomischen Aufbaus zurückzuführen ist.

Nach der Ätiologie lassen sich Leistenhernien in erworbene und angeborene Formen unterscheiden.

Zu den Symptomen einer Leistenhernie gehören:

- Heftige Schmerzen im Bereich des Leistenringes;

Das Gefühl des Brennens, das sich bei körperlicher Belastung deutlich verstärkt.

In der Regel ist eine charakteristische Ausbuchtung im Bereich der Leiste zu beobachten (bei Männern kann sie in die Schamregion herabsteigen).

Zur genaueren Diagnosestellung eines inguinalen Bruchs und zur Bestimmung des Lokalisationsorts wird dem Patienten eine Ultraschalluntersuchung des Leistenkanals empfohlen.

Der femorale Bruch.

Femorale Hernien werden bei Frauen häufiger diagnostiziert. Dies liegt daran, dass Schwangerschaft und Geburt den Muskelring schwächen, durch den sich Bauchfellanteile der Höhle hervorstülpen können: Dickdarmschlingen, Dünndarm sowie das Omentum und die Magenwand.

Besonders gefährlich sind Fälle einer Einklemmung femoraler Hernien, bei denen beim Patienten ein Zustand des akuten Ileus entsteht und schnell fortschreitet.

Zu den Symptomen einer femoralen Hernie gehören:

Schmerzen, die sich bei körperlicher Belastung deutlich verstärken, sowie Husten und Niesen.

Übelkeit.

Plötzliche Übelkeit mit Erbrechen.

Zunahme des Pupillarrings.

- Vorwölbungen im Bereich der Pupille.

Für den Experten stellt die Diagnostik eines Pupillenbruchs keine besondere Komplexität dar; jedoch werden bei nicht reponiblen Hernien zusätzliche instrumentelle Untersuchungsmethoden zur Exklusion einer metastatischen Geschwulst des Augapfels ernannt.

3. Der Bandscheibenbruch

Die am weitesten verbreitete Erklärung für hartnäckige und unerklärliche Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule ist der Bandscheibenbruch. Dieser pathologische Zustand wird als Vorwölbung des Faserringes in den Zwischenwirbelraum mit nachfolgender Einklemmung und Austritt von Scheibengewebe beschrieben.

Nach dem Entstehungsort werden die Zwischenwirbelscheibenbrüche in folgende Unterarten eingeteilt:

- Die Lendenwirbelsäulenbruch;

- Thorakaler Bandscheibenvorfall;

- Zervikaler Bandscheibenvorfall.

Als Hauptursache für einen Zwischenwirbelhernie gilt in jedem Fall Dehydratation, also das Austrocknen des Bandscheibengewebes. Die Verringerung der normalen Liquorfüllung im Zwischenwirbelraum führt zur Stagnation, anschließend zur Ischämie sowie zum Entzündungsödem und damit zum akuten Schmerzsyndrom im Bereich der Wirbelsäule.

Zu den Symptomen einer Bandscheibenhernie gehören:

Schmerzsyndrome unterschiedlicher Schweregrade

Kopfschmerzen sowie Schmerzen im Bereich von Hals und Schulter; Schwindel bei Herniation eines Segments

Schmerzen in den Schultergelenken, Schulterblättern und im Brustkorb (bei Herniation des Thorakalsegments)

Schmerzen im Lendenbereich, Taubheitsgefühle sowie Schmerzen in den unteren Extremitäten und der Gesäßmuskulatur (bei Herniation des Lumbalsegments)

Die Behandlung der Hernie

Die konservative Behandlung ist nur bei Hernien möglich, wenn ernste Kontraindikationen für eine operative Intervention vorliegen: akute Infektionen, Erkrankungen des kardiovaskulären Systems oder ein fortgeschrittener Schwangerschaftsverlauf usw. Auch die kategorische Ablehnung des Patienten gegenüber der Operation wird in diesem Fall berücksichtigt. Zudem ist das Fehlen einer Notwendigkeit für einen chirurgischen Eingriff häufig altersbedingt. Bei Kindern heilen Hernien in der Regel spontan, sofern die Beweglichkeit des Sackes eingeschränkt wird.

In der überwiegenden Mehrheit der Fälle erfolgt die Behandlung der Hernie durch chirurgische Operation. Der Eingriff wird unter lokaler oder Allgemeinanästhesie durchgeführt und umfasst die Reduktion des Herniensackes, seine Rückverlagerung in den Bauchraum sowie die Durchführung einer speziellen Naht zur Schließung des Hernienringes.

Ob Bitte beachten Sie:

Zahnerkrankungen (Karies) zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit und können in ihrer Schwere der Influenza gleichkommen.


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