Kardiosklerose

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Symptome der Kardiosklerose

Der Name „Kardiosklerose" leitet sich aus zwei griechischen Wörtern ab: „kardia" (Herz) und „sklerosis" (Verhärtung). Diese Krankheit wirkt auf das Gewebe des Herzmuskels ein. Im Verlauf der Pathologie wird die grobe Anschlussstruktur durch Bindegewebsbildung ersetzt. Zudem deformiert die Kardiosklerose die Herzklappen. Der Prozess der Substitution und Induration des Herzmuskelgewebes ist Folge einer Myokarditis, einer Myokardiodystrophie, einer ischämischen Herzkrankheit oder eines Infarkts.

Je nach Lokalisation und Schweregrad unterscheidet man die herd- und die diffuse Form der Kardiosklerose. Die Herdform wird durch deutlich abgegrenzte Areale unterschiedlicher Größe charakterisiert; Hauptursachen sind ein Herzinfarkt oder verschiedene entzündliche Prozesse.

Im Gegensatz zur Herdkardiosklerose verteilt sich die diffuse Form über den gesamten Herzmuskel; sie weist keine scharfen Grenzen auf und betrifft in gleicher Intensität verschiedene Bereiche der jeweiligen Herzwand. Sie entwickelt sich meist nach Infektionen des Herzmuskels.

Ursachen und Einordnung der Kardiosklerose

Nach der WHO-Einordnung unterscheidet man postmyokarditische, atherosklerotische und Nachinfarktkardiosklerose. Wir betrachten jede dieser Formen im Einzelnen.

Die postmyokarditische Form entwickelt sich an den Stellen, wo die Entzündung lokalisiert war. Die Gewebesubstitution wird durch destruktive Veränderungen der Myozyten sowie exsudative Prozesse bedingt. Meistens tritt die postmyokarditische Kardiosklerose bei jungen Männern auf. Ihre Merkmale sind das Vorhandensein infektiöser Herde sowie begleitende allergische oder infektiöse Erkrankungen. Die Herzgrößen sind vergrößert; typischerweise zeigen sich Symptome einer Herzinsuffizienz und eines Staus im Blutkreislauf.

Die atherosklerotische Kardiosklerose – die Symptome entwickeln sich langsam, infolgedessen bleibt die klinische Symptomatik im Verlauf der langen Krankheitsdauer oft unauffällig. Für diese Form sind charakteristisch: diffuse Veränderungen, fortschreitende Dystrophie der Fasern, Stoffwechselstörungen sowie Atrophie der abgegliederten Bereiche des Herzmuskels. Fast immer wird die atherosklerotische Kardiosklerose von Symptomen einer Herzinsuffizienz begleitet – wie Wassereinlagerungen, Atemnot, Palpitationen und Ödemen. Die nicht selten vorliegende Form führt zudem zur Bradykardie und Entwicklung der Aortenstenose.

Die Nachinfarktkardiosklerose: Die Behandlung dieser Pathologie erfolgt nach einem überstandenen Herzinfarkt. Die Erkrankung weist einen Herdcharakter auf und zeigt sich durch die Substitution des Herzmuskelgewebes mit jungem Narbengewebe. Die klinischen Symptome ähneln denen der atherosklerotischen Form; vorrangig müssen jedoch Störungen des Herzrhythmus und der Leitfähigkeit berücksichtigt werden.

Die Kardiosklerose: Die Symptome dieser Erkrankung.

Die Merkmale dieser Pathologie hängen von der jeweiligen Krankheitsform ab. Am häufigsten manifestiert sich die myokarditische Kardiosklerose durch Arrhythmien, Störungen der Herzleitfähigkeit und eine langdauernde Herzinsuffizienz.

Die atherosklerotische Kardiosklerose führt zu Klappenfehlern sowie Angina-Pectoris-Anfällen. Zudem bewirkt der Prozess der Gewebesubstitution die Entwicklung eines Herzaneurysmas. Der Krankheitsverlauf ist langsam und fortschreitend.

Die Kardiosklerose – Diagnose und Prognose

Behandlung der Kardiosklerose

Die therapeutischen Maßnahmen sollten auf die Beseitigung der Grunderkrankung, die die Kardiosklerose verursacht hat, ausgerichtet sein. Den Patienten werden Medikamente verschrieben, die die Herzfunktion bei Arrhythmien und Blockaden wiederherstellen, sowie Präparate, die flüssigkeitsentziehend wirken und die Erscheinungsformen der Herzinsuffizienz sowie den Zustand des Herzmuskelgewebes verbessern. Wird beim Menschen eine schwere, fortgeschrittene Kardiosklerose beobachtet, kann die Behandlung die Einbettung eines Herzschrittmachers erforderlich machen.

Beachten Sie, dass für eine erfolgreiche Heilung körperliche Belastungen eingeschränkt werden müssen. Der Patient sollte sich an ärztlichen Empfehlungen halten und sich richtig ernähren. Dem Patienten werden folgende Ernährungsbeschränkungen vorgelegt:

  • Die Einschränkung von Kochsalz und freier Flüssigkeit.
  • Der Patient muss auf Lebensmittel verzichten, die das kardiovaskuläre System und das Zentralnervensystem anregen (Alkohol, starker Tee, Kakao, Kaffee).
  • Vermeidung von gebratenen Speisen und Fleisch.
  • Verzicht auf Zwiebeln, Rettich, Radieschen und Knoblauch.
  • Vollständiger Verzicht auf Lebensmittel, die Blähungen verursachen (Kohl, Milch, Bohnen).
  • Der Verzehr von Eigelb, tierischen Organen und anderen Nahrungsmitteln mit hohem Cholesteringehalt sollte minimiert werden.

Ob Bitte beachten Sie:

Der statistisch durchschnittliche Mensch produziert im Laufe seines Lebens weder viel noch wenig Speichel.


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