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Kontaktdermatitis

Unter dem Begriff Kontaktdermatitis versteht man eine Hautentzündung, die durch Kontakt mit einem Allergen entsteht. Das betroffene Areal ist bei dieser Form meist begrenzt und weist oft deutliche Umrisse auf. Allergen – Ursache des Kontaktdermatitits

Symptome der Kontaktdermatitis

Die Symptome der Kontaktdermatitis beginnen mit einer leichten, vorübergehenden Rötung und enden in stärkerer Schwellung sowie Bläschenbildung. Oft zeigt das Areal winzige, kaum sichtbare Bläschen. Gleich am Anfang kann die Entzündung auf den Kontaktbereich des Auslösers beschränkt sein; im weiteren Verlauf strahlt sie jedoch auf benachbarte Hautbereiche aus.

Das betroffene Areal kann große Hautpartien einnehmen (zum Beispiel bei einer durch Körpercreme ausgelösten Kontaktdermatitis) oder lokal begrenzt bleiben (zum Beispiel Ohrmuscheln bei einer durch Ohrringe verursachten Entzündung).

Entfernt man den Auslöser, lässt die Rötung in der Regel innerhalb weniger Tage nach. Manchmal füllen sich Bläschen mit Flüssigkeit und bilden Krusten; diese trocknen jedoch meist schnell aus. Das Jucken, das Abschuppen sowie eine vorübergehende Hautverdickung können hingegen einige Tage oder Wochen anhalten.

Ursachen der Kontaktdermatitis

Auslöser der Kontaktdermatitis sind Allergene. Sie können die Entzündung entweder als Reiz (bei der einfachen Kontaktdermatitis) oder als allergische Reaktion (bei der allergischen Kontaktdermatitis) hervorrufen. Auch sehr milde Waschmittel, Seifen und bestimmte Metalle können eine Entzündung auslösen, wenn sie häufig mit der Haut in Kontakt kommen. Zudem kann das Austrocknen und die Reizung der Haut durch die ständige Einwirkung von normalem Wasser entstehen. Kurzzeitige (für einige Minuten) starke Reize wie Laugen oder Säuren (die in Reinigungsmitteln enthalten sind) sowie einige organische Lösungsmittel (zum Beispiel Aceton im Nagellackentferner) können ebenfalls eine Entzündung verursachen.

Bei der allergischen Kontaktdermatitis führen primäre Berührungen mit dem Reizstoff zunächst oft noch zu keiner Entzündung; erst wiederholte Kontakte lösen nach vier bis 24 Stunden die Hautreaktion und den Juckreiz aus. Es kommt vor, dass Menschen über Jahre mit bestimmten Substanzen in Kontakt stehen, ohne eine Reaktion zu zeigen, woraufhin plötzlich die allergische Sensibilisierung eintritt. Solche Reaktionen können sogar therapeutisch eingesetzte Cremes oder Salben auslösen. Etwa 10 % der Frauen sind auf Nickel im Schmuck sensibilisiert. Ferner wird die professionelle Kontaktdermatitis unterschieden, die durch den Kontakt mit arbeitsbezogenen Materialien entsteht.

Die Diagnostik

Das Abklären der Ursache einer Kontakthautentzündung ist oft schwierig, da Patienten nicht immer genau erinnern können, womit sie in Kontakt standen und was zur Reaktion führte. Häufig hilft bei der Diagnose die Lokalisation des ersten Hautausschlags. Triderm – Glukokortikoid zur Behandlung der Kontaktdermatitis

Auch wenn nach einer detaillierten Anamnese das Allergen nicht identifiziert werden kann, wird ein Applikationstest durchgeführt: Dabei werden verdünnte Substanzen auf die Haut aufgetragen und für zwei Tage belassen, um eine Reaktion zu beobachten.

Die Behandlung der Kontakthautentzündung

Das Therapieziel besteht in der Entfernung des auslösenden Faktors; die Entzündung heilt danach in der Regel spontan ab. Fehlt dies, werden stark wirksame Cremes oder Salben mit Glukokortikoiden verschrieben. Bei Befall von Schleimhaut und Geschlechtsorganen sowie bei fortschreitender Ausdehnung des Ausschlags kommen zudem Präparate zur topischen Anwendung hinzu. Die Therapiedauer beträgt zwei bis drei Wochen, da kürzere Behandlungszeiten häufig Rückfälle nach sich ziehen. Die Medikamente werden einmal täglich morgens eingenommen oder aufgetragen.

Um eine Infektion zu vermeiden, sollte das betroffene Gebiet regelmäßig mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmodell gereinigt werden; Pusteln dürfen nicht geöffnet werden. Zur zusätzlichen Infektionsprophylaxe können trockene Verbände verwendet werden.

Ob Sie sollten wissen:

Der menschliche Magen kommt auch bei der Aufnahme von Fremdkörpern ohne ärztliche Intervention meist gut zurecht, da Magensäft selbst Münzen auflösen kann.


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