Wesentliche Aspekte > Die Erkrankungen > Die Trigeminusneuralgie

Die Trigeminusneuralgie

Trigeminusneuralgie

Der Mensch, der an der Trigeminusneuralgie leidet, wird sich fragen, wie er mit dieser Erkrankung umgehen soll, wenn man sich damit nie wieder treffen kann. Der Hauptgrund für diese Beziehung sind die stärksten Schmerzen, die den Kranken nicht nur das Leben erschweren, sondern ihn bis zum letzten Strich treiben, wonach Suizidversuche oft folgen.

Unter der Trigeminusneuralgie wird in der Medizin ein Schmerz verstanden, der sich entlang des Nervstamms erstreckt und dabei den Trigeminusnerv betrifft. Er beginnt im Schädelinnern, teilt sich dann in drei Äste und versorgt die Bereiche von Wange, Kiefer und Schläfe. Der Trigeminusnerv gewährleistet dem Menschen sensorisch die Wahrnehmung von Wärme, Kälte, Berührungen, Schmerz und anderen äußeren Reizen.

Die Trigeminusneuralgie – Ursachen der Erkrankung

Die starken Schmerzen werden durch traumatische Einwirkungen auf den Nervstamm bedingt, was bei Tumoren, Gewebeschäden, Zysten sowie durch die Wirkung von Füllmaterialien vorkommt. Zudem klären sich bei der Diagnose häufig Symptome mit Unterkühlung des Organismus. Die Erkrankung können auch andere Faktoren provozieren: Infektionen, entzündliche Erkrankungen der Mundhöhle und des Nasenrachenraums, Stoffwechselstörungen sowie Alkoholmissbrauch. Hauptsächlich leiden an der Trigeminusneuralgie Menschen mittleren und fortgeschrittenen Alters.

Die Trigeminusneuralgie – Symptome und Krankheitsbild

In der Regel beginnen die ersten Attacken in den Bereichen der II. und III. Äste (Wange, Oberkiefer, Unterkiefer, Lippen, Zunge, Schläfe). Vom I. Ast (Augenbraue, Auge, Stirn) ausgehend tritt die Trigeminusneuralgie deutlich seltener auf. Die Schmerzen haben einen schießenden, heftigen Charakter; viele Patienten vergleichen sie daher mit einem Stromschlag. Die Schmerzempfindungen werden von unwillkürlichen Zuckungen der Gesichtsmuskeln (Lähmungserscheinungen, Krämpfe) begleitet, wobei die Attacken infolge verschiedenster Reize – vom Kauen der Nahrung bis zu einfachen Bewegungen der Kaumuskulatur – entstehen können. Der Prozess wird durch Berührungen an sogenannten Triggerpunkten ausgelöst, die auf Haut und Schleimhaut im Mundbereich liegen.

Gewöhnlich dauern die Attacken kurz – nicht länger als 1–2 Minuten –, aber wegen der extremen Schmerzen werden diese Momente vom Patienten oft das gesamte Leben hindurch in Erinnerung bleiben. Besonders unangenehm ist, dass bei der Diagnose die Behandlung des Trigeminusneuralgie-Patienten je nach Verlauf mindestens einige Wochen bis hin zu mehreren Tagen benötigen kann.

In einigen Fällen dauern die Schmerzempfindungen nicht einige Minuten, sondern mehrere Tage; in solchen Fällen bezeichnen Neurolologen den Status der Erkrankung.

Die Trigeminusneuralgie – Behandlung und Prognose.

Behandlung der Trigeminusneuralgie

Zu den Symptomen der Trigeminusneuralgie gehören unter anderem Schmerzen und Gesichtskrämpfe, die mit krampflösenden, beruhigenden und schmerzstillenden Mitteln behandelt werden. Tatsächlich erfolgt immer eine Nervenblockade durch direkte Injektion des verschriebenen Medikaments in den Bereich des Nervs. Die Einnahme der Medikamente erfordert eine ständige ärztliche Kontrolle, da viele Wirkstoffe mit der Zeit an Effektivität verlieren und eine zunehmend höhere Dosierung erfordern; langfristig entwickelt sich eine physische Abhängigkeit vom Präparat. Der Wunsch, die Schmerzintensität vollständig zu reduzieren, steht im Kontrast zur Diagnose: Die Symptome werden bei der Trigeminusneuralgie tatsächlich als sehr heftig beschrieben. Dennoch sollten Patienten und Angehörige sich der schwerwiegenden Folgen einer unkontrollierten Einnahme von Schmerzmitteln bewusst sein und das Stadium der physischen Gewöhnung rechtzeitig erkennen.

Neben den medikamentösen Therapien werden Patientinnen weitere Verfahren verordnet:

  • Physiotherapeutische Maßnahmen (UWTSCH, Ultraschall, Elektrophorese mit Novocain, Diadinamische Ströme).
  • Reflexotherapie.
  • Elektrostimulation der betroffenen Äste des Trigeminusnervs.

Wenn die oben genannten Verfahren das erwartete Ergebnis nicht bringen, entscheiden sich Ärzte für einen chirurgischen Eingriff; die Operationen werden in zwei Typen unterteilt:

  • Unterbrechung der sensiblen Nervenwurzel direkt im Schädelbereich. Die Zerstörung der Nervenfaser erfolgt auf unterschiedliche Weise: meist entweder durch Laser oder durch elektrische Ströme (Kategorien). Das Operationsverfahren ist bis ins Detail ausgearbeitet, verursacht in der Regel keine ernsthaften Komplikationen und wird unter lokaler Anästhesie durchgeführt.
  • Wird der Nerv von Blutgefäßen auf allen Seiten zusammengedrückt, ist eine große neurochirurgische Dekompressionsoperation des Trigeminus angezeigt; bei solchen Fällen ist die operative Intervention traumatachtiger und erfolgt daher unter Allgemeinanästhesie.

Der Verlauf der Behandlung hängt vom Auslöser ab; bei traumatisch bedingter Trigeminusneuralgie ist das Rezidivrisiko gering, insbesondere bei jüngeren Männern, wohingegen die Prognose bei neurovaskulärer Kompression deutlich schlechter ist und Rückfälle häufiger auftreten.

Ob Sie sollten wissen:

Die höchste dokumentierte Körpertemperatur betrug 46,5 °C (Patient Jones aus den USA).


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt