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Epistaxis

Nasenblutung

Experten ordnen die Epistaxis nicht als eigenständige Erkrankung ein; meist ist sie Folge einer Grunderkrankung wie traumatischen oder allergischen Verletzungen der Nase und ihrer Schleimhaut. Gelegentlich wird eine Epistaxis auch bei gesunden Menschen nach starker körperlicher Belastung oder Übermüdung beobachtet, wobei die Blutung aufgrund kurzer Dauer von selbst aufhört und keine ärztliche Betreuung erfordert.

Auch als nicht gefährlich gelten Nasenblutungen, deren Ursache ein längerer Aufenthalt im Frost oder in trockenem, heißem Klima ist. Der Verbleib unter diesen Bedingungen führt zu exzessiver Austrocknung der Nasenschleimhaut, was zum Bruch kleiner Blutgefäße und damit zur Epistaxis führt.

Ursachen der Epistaxis

Bei gesunden Erwachsenen können die Auslöser einer Nasenblutung eine übermäßige Überhitzung des Organismus sein (z. B. durch Sonneneinstrahlung oder Hitzschlag). Eine auf Überhitzung zurückzuführende Epistaxis geht häufig mit Schwindel, starker Schwäche, Ohrensausen und Ohnmacht einher.

Zu den Ursachen zählen traumatische Epistaxen (durch Stöße, Verletzungen, Stürze usw.), die häufig von ausgeprägter Schwellung des verletzten Bereichs und heftiger Entzündung der angrenzenden Gewebe begleitet sind. Bei Brüchen von Gesichtsknochen oder Knorpeln ist eine optische Deformität erkennbar.

Als Ursachen gelten entzündliche Prozesse in den Nasengängen und angrenzenden Hohlräumen (Sinusitis, Rhinitis, Stirnhöhlenentzündung, Kieferhöhlenentzündung usw.), die häufig durch Schleim- und Krustenbildung sowie Fieber begleitet werden.

Bei Patienten mit einer langdauernden Bluthochdruckkrankheit deutet eine Nasenblutung meist auf eine hypertensive Krise hin – also eine starke Erhöhung des arteriellen Blutdrucks, die zum Riss der Wände kleiner Blutgefäße in der Nase führt.

Als Auslöser können zudem bestimmte Medikamente dienen, insbesondere nasale Sprays, Antihistaminika zur Behandlung von Allergien, Kortikosteroide sowie blutverdünnende Präparate wie Acetylsalzsäure oder Heparin.

Abgesehen von den oben genannten Gründen können häufig auftretende Nasenbluten auf einen verminderten Thrombozytenwert im Blut (sog. thrombopenische Purpura) sowie auf das Vorhandensein schwerwiegender Erkrankungen wie der aplastischen Anämie oder Leukämie hindeuten.

Häufige Nasenbluten können ein einziges Merkmal einer zunächst gutartigen oder bösartigen Neubildung im Nasengang sein.

Die Klassifikation der Nasenbluten

Nasenbluten bei Kindern

Arten von Nasenblutungen Die Besonderheiten der Entwicklung des Atemsystems im frühen Alter bedingen, dass Nasenblutungen bei Kindern nicht immer auf pathologische Zustände zurückzuführen sind. Meistens handelt es sich um eine mechanische Beschädigung der Schleimhaut der Nasendurchgänge, verursacht durch das Einführen von Fingern oder fremden Gegenständen in die Nase sowie durch Unfallschäden (z. B. Stürze).

Wenn bei Kindern in die Blutungszeit aus der Nase Schleim mit dichten, geronnenen Klumpen abgeschieden wird, ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein entzündlicher Prozess in der Nasenhöhle (Rhinitis, Sinusitis u.a.) vorliegend und eine entsprechende Behandlung erforderlich.

Langdauernde Nasenbluten bei Kindern, die ständig auftreten und mit dem Entstehen von Hämatomen sowie blauen Flecken kombiniert sind, können auf einen Defekt der Gerinnungsprozesse des Blutes oder auf eine Hämophilie hindeuten.

Nasenbluten bei Schwangeren

Nasenbluten im Rahmen einer Schwangerschaft ist ein weit verbreitetes Phänomen. Dies liegt daran, dass bei schwangeren Frauen häufig ein wesentlicher Mangel an Gerinnungsfaktoren (insbesondere Vitamin K) beobachtet wird, einem unverzichtbaren Bestandteil der Blutgerinnung. Ein solcher Faktordefizit führt nicht nur zu häufigeren Nasenbluten, sondern auch zu verstärkter Zahnfleischblutung sowie zum Auftreten zahlreicher blauer Flecken.

Begleitet die Nasenblutung einer schwangeren Frau von starken Kopfschmerzen oder Schwindel, so deutet dies auf eine mögliche Erhöhung des arteriellen Blutdrucks hin (was während der Schwangerschaft häufig vorkommt). In diesem Fall ist es notwendig, umgehend einen Gynäkologen hinzuziehen.

Behandlung der Epistaxis

Die Einweisung an einen Arzt sowie die Behandlung der Nasenblutung werden bei folgenden erschwerenden Faktoren gefordert:

  • Starkes Nasenbluten bei Kindern unter Verdacht auf Fremdkörper in den Nasengängen;
  • Die Nasenblutung ist Folge einer Verletzung und geht mit Schwellung sowie Deformationsveränderungen im Bereich der Nase einher.
  • Das Nasenbluten trat beim Patienten unter der Diagnose einer länger anhaltenden Hypertonie im Kontext eines arteriellen Blutdruckanstiegs auf;
  • Die häufigen und reichlichen Nasenblutungen gehen mit der Bildung zahlreicher Blutergüsse sowie Hämatome, Zahnfleischbluten und den übrigen Symptomen von Störungen der Gerinnungsfunktion des Blutes einher.
  • Eine Nasenblutung (Epistaxis) jeglicher Ätiologie, die sich trotz eigenständiger Maßnahmen innerhalb von 30 Minuten nicht zurückbildet;

Behandlung der Nasenblutung mit Schafgarbe Zur Behandlung einer persistierenden Nasenblutung im Krankenhaus werden folgende Manipulationen durchgeführt:

  • Das Einbringen von Pfropfen (aus geschmiertem Blutstillungsmittel wie Paste oder Vaseline) in die Nasenhöhle zur Ausstopfung der Nasengänge. Die Ausstopfung kann sowohl seitlich aus dem Mundraum (hinten) als auch seitlich aus den Nasengängen (Flur) erfolgen;
  • Die operative Unterbrechung der Nasenblutung ist für jene Fälle vorgesehen, bei denen sich die übrigen angewendeten Maßnahmen als unzureichend erwiesen haben.

Einmalige Nasenblutungen bedürfen keiner Behandlung. Besondere Aufmerksamkeit muss dem Gesundheitszustand gewidmet werden, wenn Blutungen aus der Nase häufig ohne erkennbaren Grund wiederholt auftreten. In diesem Fall ist die optimale Variante eine ärztliche Konsultation zur Klärung der genauen Ursachen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Beim Niesen kommt es zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Herzaktivität; das Herz bleibt jedoch nur kurzzeitig stehen.


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