Psychiatrie

Die Psychiatrie – das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Erforschung und Behandlung psychischer Störungen befasst. Ein psychisches Leiden wird als Zustand definiert, der von der psychischen Gesundheit abzuweichen scheint; dieser Begriff ist jedoch relativ und kann je nach Umständen sowie den individuellen Eigenschaften des Menschen variieren. Das Spezifikum der Psychiatrie liegt darin, dass bestimmte Verwirrungen der Psyche auch ohne organische Veränderungen im Körper auftreten können; sie lassen sich nicht immer quantitativ oder qualitativ erfassen, sodass die Diagnostik auf klinischen Beobachtungen und Tests basiert. Ein Hauptproblem psychischer Erkrankungen ist das Ausbrechen des Patienten aus dem normalen sozialen Leben.

Psychische Störungen sind laut medizinischer Statistik weit verbreitet: Jeder fünfte Mensch leidet vorübergehend oder dauerhaft an einer bestimmten Form psychischer Abweichung. Menschen jeden Alters, einschließlich Kinder, können betroffen sein; einige Erkrankungen manifestieren sich bereits im frühen Kindesalter, beispielsweise Autismus.

Die Kinderpsychiatrie nimmt einen besonderen Platz in der Psychiatrie ein, da die kindliche Psyche sehr labil ist und bei adäquater Behandlung das Kind erfolgreich wieder in das vollwertige Leben, einschließlich des sozialen Umfelds, integriert werden kann. Wesentlich für die Behandlung psychischer Störungen bei Kindern ist die Rehabilitation, insbesondere auf psychologischer und sozialer Ebene. Die Kinderpsychiatrie entwickelt sich in Richtung einer maximalen Anpassung des Kindes an die Gesellschaft anderer Kinder, weg von der früher üblichen Isolierung kranter Kinder.

Die Rehabilitation, insbesondere die soziale, nimmt einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung psychischer Störungen ein; sie ist das Gebiet, in dem sich die Psychiatrie eng mit der Psychologie und Pädagogik verbindet. Heute sind Methoden zur Behandlung psychischer Erkrankungen in vieler Hinsicht revidiert und verbessert worden: Es wurden neue Gruppen von Medikamenten entwickelt, die wirksamer sind und weniger Nebenwirkungen aufweisen; die Physiotherapie wird breit eingesetzt. Die komplexe Behandlung nutzt Hilfsmethoden wie Kunsttherapie, Ergotherapie und Tiergesteuthérapie, um nach signifikanten Erfolgen zu streben – auch wenn eine vollständige Heilung nicht möglich ist –, um zumindest eine positive Dynamik herbeizuführen und den Zerfall der Persönlichkeit zu verhindern.

Ob Wissen Sie das?

Zahnärzte sind relativ kürzlich entstanden; noch im 19. Jahrhundert gehörte die Behandlung kranter Zähne (Zahnausreißen) zum Aufgabenbereich des gewöhnlichen Friseurs.


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