Psoriasis-Arthritis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Psoriasis-Arthritis

Wie der Name nahelegt, kombiniert die Psoriasis-Arthritis zwei Erkrankungen: Psoriasis und Arthritis. Der entzündliche Prozess betrifft die Gelenke; derzeit gilt dies als schwerste Erscheinungsform der Psoriasis. Die Verbreitung dieser Erkrankung in der Bevölkerung ist gering. Nach Expertenabschätzungen liegt die Psoriasis-Arthritis, deren Symptome oft erst im späten Stadium auftreten, bei etwa 7 bis 47 % der Patientinnen mit Psoriasis vor. In der Allgemeinbevölkerung tritt die Krankheit deutlich seltener auf (bei 2–3 %).

Die Tücke der Psoriasis-Arthritis liegt darin, dass sie absolut schmerzlos verlaufen kann. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle wird die Erkrankung daher sehr spät erkannt, wenn ungünstige Gelenkveränderungen bereits irreversibel sind. Dies bedeutet, dass bei einer termingemäßen Diagnosestellung die Behandlung so früh wie möglich eingeleitet werden sollte, um ernste Folgen und Komplikationen zu vermeiden. Standardmäßige Wege zur frühen Erkennung des entzündlichen Prozesses sind: sorgfältige Beobachtung des Organismus, Reagieren auf bekannte Symptome sowie regelmäßige Kontrollen beim Rheumatologen.

Alle Standard-Schutzmaßnahmen, die bei anderen orthopädischen Erkrankungen bedeutsam sind, haben im Fall der Psoriasis-Arthritis keinen Effekt, da den Ärzten der genaue Grund der Entzündungsentwicklung nicht bekannt ist. Folglich bleibt die Hauptmethode der Krankheitsbekämpfung die sogenannte Sekundärprophylaxe, die auf die Verzögerung des Fortschritts der Pathologie und die Erhaltung der Hauptfunktionen der Gelenke gerichtet ist.

Zum größten Bedauern garantieren Kliniken weltweit bis heute keine hundertprozentige Heilung dieser unangenehmen Krankheit. Bisher beginnen Forscher lediglich, die Mechanismen des Immunsystems zu verstehen. Es ist möglich, dass in einigen Jahren ein wirksames Medikament verfügbar sein wird; vorerst stützt sich die Behandlung bei Diagnose der Psoriasisarthritis jedoch auf medikamentöse Mittel zur Unterdrückung übermäßiger Immunreaktionen des Organismus. Entsprechend leiden kranke Menschen weiterhin an einer allmählichen Zerstörung von Weichteilen und Gelenken. Viele Patienten werden für das ganze Leben behindert. Gelenkschmerzen – eines der Symptome der Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasisarthritis – Symptome und Krankheitsbild

Das Hauptmerkmal der Entzündung ist das Auftreten roter, schuppenden Flecken auf der Haut, Veränderungen der Nagelpigmentation an Händen und Füßen sowie die Bildung kleiner Narben, die Pockennarben ähneln. Die Psoriasis-Plaques sind zunächst klein, breiten sich jedoch rasch über den gesamten Körper aus; dieser Prozess wird von unangenehmem Jucken und einem ständigen Gefühl des Unbehagens begleitet. Wie bereits erwähnt, können bei der Psoriasisarthritis die Symptome sehr spät auftreten; daher muss jeder Mensch regelmäßig beim Rheumatologen untersucht werden und auf den Zustand des Organismus achten. Ein indirektes Zeichen für das Vorliegen eines entzündlichen Prozesses sind Arthralgien und deren Schwellung, doch diese sind auch typisch für eine gewöhnliche rheumatoide Arthritis. Bei jeglichen unangenehmen Empfindungen sollte man sich daher beim Experten konsultieren, um das Risiko schwerer Komplikationen auszuschließen.

Die Psoriasis-Arthritis – Behandlung und Prognose

Es gibt keine spezifische Methodik zur Behandlung der Gelenkentzündung; stattdessen konzentrieren sich alle therapeutischen Maßnahmen darauf, verloren gegangene Funktionen wiederherzustellen und starke Schmerzen zu lindern. Zu diesem Zweck werden folgende Wirkstoffgruppen eingesetzt:

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), insbesondere Ibuprofen. Diese Präparate reduzieren Gelenkbeschwerden, nehmen den Schmerz ab und unterdrücken die Entzündungsentwicklung. Gleichzeitig können sie jedoch negative Auswirkungen auf Darm, Niere, Herz sowie Magenschleimhaut haben; daher ist ihre Anwendung mit Vorsicht zu betrachten.
  • Glukokortikoide werden bei Fällen eingesetzt, in denen die Psoriasis-Arthritis von starken Gelenkschmerzen begleitet wird.
  • Basispräparate verringern Schmerzen und Entzündungen sowie das Fortschreiten der Erkrankung auf weitere Gelenke. Da diese Präparate sehr langsam wirken, zeigt sich ihre Wirkung erst nach einigen Wochen ab Behandlungsbeginn.
  • Immunsuppressiva unterdrücken das Immunsystem teilweise und schützen gesundes Gewebe vor dem Angriff des eigenen Organismus, was bei der Psoriasis-Arthritis tatsächlich der Fall ist. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Ciclosporin und Azathioprin.

Der chirurgische Eingriff wird bei der Behandlung der Psoriasis-Arthritis in der Regel nicht angewendet. Er kommt lediglich dann zum Einsatz, wenn die Erkrankung trotz medikamentöser Therapie fortschreitet und eine Bedrohung für gesunde Gelenke darstellt.

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