Psoriasis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Psoriasis am Rücken Die Schuppenflechte (Psoriasis) zeigt sich durch rote, schuppende Flecken und das Auftreten silberner Schildchen auf der Hautoberfläche. Diese Schüppchen verursachen dem Betroffenen ein deutliches Unbehagen. In der Regel befällt die Erkrankung Hautbereiche am Kopf, an den Ellbogen sowie an den Kniegelenken und im unteren Rückenbereich. Auch eine Befallung von Nägeln, äußeren Geschlechtsorganen und Gelenken ist bekannt; diese Formen treten jedoch deutlich seltener auf als die klassischen Hautmanifestationen.

Die Erkrankung steht in direktem Zusammenhang mit dem verkürzten Lebenszyklus der Hautzellen. Während sich bei gesunden Menschen die Hornschicht alle 30 Tage erneuert, geschieht dies bei Psoriasis – deren Symptome deutlich ausgeprägt sind – bereits innerhalb von 4 bis 5 Tagen. Die Zellen sterben dann schnell ab und hinterlassen verhornte Bereiche.

Bei Psoriasis an behaarter Kopfhaut oder Körperhaut manifestiert sich die Erkrankung als Ansammlung von Papeln, die über der Hautoberfläche erhöht liegen. Diese sind mit silbernen Schüppchen bedeckt, weisen eine rosa bis rote Farbe auf und lösen beim Kämmen leicht ab. Im Verlauf des Prozesses verschmelzen die einzelnen Papeln zu größeren Plaques und befassen zunehmend größere Hautbereiche.

Da bei 2–7 % der arbeitsfähigen Bevölkerung eine Psoriasis diagnostiziert wird, stellt die Behandlung dieser Erkrankung ein hochaktuelles medizinisches Problem dar. Die Hauptkomplexität liegt darin, dass die Ursachen des beschleunigten Absterbens der Hautzellen bis heute nicht vollständig geklärt sind. Während einige Forscher diesen Prozess auf Störungen des Immunsystems zurückführen, andere auf erbliche Faktoren, existieren zudem Theorien, die das Auftreten der Plaques auf falsche Ernährung, klimatische Bedingungen und Stress beziehen. Höchstwahrscheinlich ist es jedoch die Kombination dieser Faktoren, die den pathologischen Mechanismus der Krankheit auslöst.

Symptome und Krankheitsbild der Psoriasis

Die klinischen Merkmale der Psoriasis treten gewöhnlich plötzlich auf. Zuerst manifestieren sich am Körper des Patienten rosa Effloreszenzen (Papeln), die sich rasch über eine beträchtliche Fläche ausbreiten. Anschließend nehmen diese Papeln an Umfang zu und bilden größere Plaques. Die geschädigte Haut blutet dabei ständig und platzt. Im Gegensatz dazu verläuft die Nagelpsoriasis anders: Hier verdicken sich die Nagelplatten, auf denen kleine oder große Vertiefungen (Punkte) sowie grubenartige Einziehungen entstehen.

Ein Hauptmerkmal der Psoriasis ist das Jucken. Dieses wird besonders intensiv an Stellen mit großen Ansammlungen von Papeln empfunden, betrifft jedoch auch angrenzende Bereiche der Hautschicht. Es wurde festgestellt, dass die Psoriasis – deren Symptome in der Winterperiode zunehmen – ohne erkennbaren Grund schwanken kann, jedoch niemals vollständig remittiert; daher ist es bei ersten Anzeichen der Erkrankung unerlässlich, einen behandelnden Arzt zu konsultieren und eine vollständige Untersuchung durchführen zu lassen.

Bei unbehandelter Psoriasis (die Volksmedizin gilt als gleichwertig zu den konventionellen medizinischen Verfahren) entwickelt sich die Erkrankung im Verlauf in eine schwere Form, die von Gelenkinfektionen begleitet wird. Die Beweglichkeit nimmt ab, es entstehen Schwellungen und Schmerzen. Viele Patienten beklagen zudem einen emotionalen Zustand; dies ist zwar verständlich, doch mindert die Krankheit erheblich den Lebensstandard und wirkt sich negativ auf das psychische Wohlbefinden aus.

Psoriasis – Behandlung nach traditionellen Methoden

Diprosalic – Mittel zur Behandlung von Psoriasis Derzeit existiert keine garantierte Heilmethode gegen Schuppenflechte; doch die medizinische Industrie bietet eine Vielzahl wirksamer Mittel an, die dazu beitragen, den Krankheitsverlauf zu kontrollieren und die Ausprägung der Symptome zu mildern. Beachten Sie, dass Psoriasis – trotz ihrer Eigenschaft, je nach verschiedenen Faktoren Schwankungen aufzuweisen – nie vollständig verschwindet. Selbst bei Übergang in eine abgeschwächte Form bleiben Hautveränderungen bestehen, die unbedeutende funktionelle, immunologische und biochemische Prozesse auslösen.

Bei diagnostizierter Psoriasis sollte die Therapie komplex gestaltet sein und die aussagekräftigsten Verfahren umfassen.

  • Die Anwendung von Hormonpräparaten auf den betroffenen Hautbereichen hat sich gut bewährt. Zu den wirksamen Mitteln zählen Diprosalik, Elokom, Betamethason und Flucitonolon; der kompetente Arzt sollte den Anwendungszeitraum festlegen, da eine unkontrollierte Behandlung hormoneller Medikamente Hauttrockenheit, Kontaktdermatitis, allergische Reaktionen sowie Sekundärinfektionen hervorrufen kann.
  • Die UV-Bestrahlung lässt bei korrekter Anwendung die Psoriasis nach; der therapeutische Effekt dieser Methode zeigt sich durch eine Oberflächenbehandlung der Haut, wobei das Verschwinden der Symptome früher eintritt als die Ausdehnung des betroffenen Areals.
  • Die Photochemotherapie zählt zu den wirksamsten Therapiemethoden bei Psoriasis, insbesondere im Verlauf schwerer Krankheitsformen. Der Heileffekt beruht auf der kombinierten Wirkung langwelliger UV-Strahlen auf die Haut und der Aufnahme photosensibilisierender Präparate aus den Gruppen der Psoralene, Ammifurine sowie Methoxypsoralene. Durch diese Methode lässt sich das Psoriasis-Areal bis zu 80 % zurückdrängen; bei regelmäßiger Anwendung werden 90–95 % der Hautläsionen eliminiert.
  • In den letzten Jahren wird die Psoriasis an der behaarten Kopfhaut sowie an anderen Körperbereichen erfolgreich mit Hilfe der Lasertherapie behandelt. Die Laserstrahlen regen die Moleküle des lebenden Gewebes an und lösen photochemische, fotomechanische sowie weitere positive Wirkungen aus.

Neben den oben genannten Verfahren wird die Psoriasis auch mittels Röntgentherapie, Ultraschall, Ultraphonophorese, Elektrotherapie, magnetischer Wellen und Kältetherapie behandelt. Die Thalassotherapie erzielt besonders befriedigende Ergebnisse, da sie nicht nur die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt, sondern den Patienten zudem außerordentlich wohlfühlen lässt.

Psoriasis – Behandlung mit Volksmitteln

Es gibt zahlreiche Rezepte zur Bewältigung dieser unangenehmen Krankheit; wir stellen Ihnen hier einige der populärsten vor, deren Wirksamkeit tatsächlich nachgewiesen ist.

  • 20 g trockener Lorbeerblätter werden mit kochendem Wasser übergossen. Das Sud wird bei schwacher Hitze 10–15 Minuten gekocht, anschließend abgeseiht und abgekühlt. Das Medikament wird dreimal täglich zu einem Drittel des Glases eingenommen.
  • Für Patienten mit Psoriasis wird eine Volksbehandlung empfohlen: Bäder aus Hartheu, Schnellkraut, Salbei oder Weißtannenextrakt.
  • Sehr wirksam sind Gebühren aus Gräsern der Gattung Hartheu, Wurzeln von Dewjassila und Zwetkow sowie Feldschachtelhalm. Ein Esslöffel des Zubereitungs wird mit einem Glas kochendem Wasser übergossen und 15–20 Minuten im Wasserbad extrahiert; die Aufgüsse werden morgens und abends sofort nach dem Essen eingenommen.
  • Ein weiteres Mittel gegen Psoriasis ist das Ölpflaster (Oleobepichowoje). Es wird einmal täglich in einer Kaffeetasse oral eingenommen.
  • Sehr wirksam sind Blüten und Blätter des schwarzen Holunders: Zwei Kaffeelöffel der Pflanze werden mit 0,5 Liter abgekochtem Wasser übergossen und eine Stunde lang extrahiert. Der Sud wird anschließend abgeseiht und an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt. Er wird dreimal täglich zu einem Drittel des Glases eingenommen.

Zu den Mitteln der äußeren Anwendung können Saft aus Schnellkraut, Fischtran und Knoblauchtinktur empfohlen werden; diese werden ein- bis zweimal täglich an betroffenen Hautstellen aufgetragen. Auch Bäder aus Mais oder Haferflocken sind zur Linderung empfohlen. Für Patienten mit Psoriasis ist die Behandlung mit Volksmitteln oft die einzige Lösungsmöglichkeit für Hautprobleme.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Der erste Rüttler wurde im 19. Jahrhundert erfunden; er arbeitete mit einem Dampfmotor und war ursprünglich zur Behandlung weiblicher Hysterie bestimmt.


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