Kupfersulfat

Kupfersulfat

Kupfersulfat ist ein antiseptisches und adstringierendes Präparat, das zur Behandlung und Vorbeugung von Infektionskrankheiten eingesetzt wird.

Pharmakologische Wirkung

Kupfersulfat – blaue Kristalle oder kristallines Pulver, das sich im Wasser gut auflöst und blauen Pentahydratkupfer (Cuprum sulfuricum oder Kupfer(I)-sulfat) bildet.

Kupfersulfat wirkt lokal adstringierend, antiseptisch, hämolytisch, nekrotisierend und erythropoetisch; in kleinen Dosen fungiert es als Katalysator für die Hämoglobinbildung und wird daher zur Behandlung von Anämien gleichzeitig mit Eisenpräparaten eingesetzt.

Kupfersulfat ist zudem eine der Komponenten elektrolytischer Bäder zur Medikation.

Darreichungsformen

Kupfersulfat wird in folgenden Formen abgegeben:

  • Homöopathisches Granulat in den Stärken D5, D10 und D20
  • Kristallines Pulver bis zu einer Menge von 100 g

Da sich Kupfersulfat zu den Mikroelementen verhält, die an Stoffwechselprozessen teilnehmen, wird es in verschiedenen medikamentösen Komplexen eingesetzt.

Kupfersulfat dient in der Landwirtschaft als Unkraut- und Fäulnismittel; daher ist das Präparat in chemischen oder Haushaltswaren in Packungen von 100 g, 500 g oder 1 kg erhältlich. Zudem wird es in der Veterinärmedizin zur Behandlung von Mykosen verwendet und bekämpft Einzeller, die auf dem Körper von Fischen parasitieren; Kupfersulfat kann in Zoogeschäften in Plastikflaschen mit einem Inhalt von 50 ml erworben werden.

Anwendungshinweise für die Lösung

Indikationen für den Einsatz der Kupfersulfat-Lösung:

  • Zahnfleischentzündungen
  • Vaginitiden
  • Ekzeme in der Kombinationstherapie
  • Anämien
  • Furunkel
  • Bindehautentzündungen
  • Vergiftungen durch organische Phosphorverbindungen
  • Ekzeme
  • Verbrennungen
  • Urethritis
  • Halsschmerzen (Tonsillitis)
  • Eiterdermatosen
  • Eiterwunden und weitere Infektionen

Kontraindikationen

Die Kupfersulfatlösung ist bei individueller Unverträglichkeit kontraindiziert.

Anwendungshinweise

Kupfersulfatlösung

Für die Behandlung verschiedener Erkrankungen wird Kupfer(II)-sulfat in Form einer Lösung eingesetzt:

  • 0,25 %ige Lösung – bei Konjunktivitis als Augentropfen mit 2–3 Tropfen pro Auge;
  • 0,25–1,0 %ige Lösung – bei Urethritis und Kolpitis;
  • 5 %ige Lösung – bei Phosphorbrandwunden. Die in Kupfer(II)-sulfat angefeuchteten Pfropfe werden auf die betroffenen Hautbereiche aufgetragen. Die Behandlung wird bis zum Verschwinden des Leuchtens fortgesetzt.
  • 0,1 %ige Lösung – bei Phosphorvergiftung zur Magenspülung;
  • 0,5–1 %ige Lösung – bei der Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis), dreimal täglich bis zu 5–15 Tropfen während des Essens in Kombination mit Kortikosteroiden und Sonnenschutzmitteln.
  • 1 %ige Lösung – als Brechmittel. Nach 15 ml (maximal 50 mg) Kupfer(II)-sulfat-Lösung peroral alle 10 Minuten bis zum Einsetzen des Erbrechens verabreichen.

Zur Behandlung von Anämien wird Kupfer(II)-sulfat verwendet oder in Form homöopathischer Granulate bzw. als Bestandteil komplexer Multivitaminpräparate.

Nebenwirkungen

Die Kupfer(II)-sulfat-Lösung kann verschiedene allergische Reaktionen, einschließlich Juckreiz und Ausschlag, hervorrufen.

Lagerungsbedingungen

Kupfersulfat wurde in die Liste der Präparate aufgenommen und muss in einer gut verschlossenen Verpackung aufbewahrt werden.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der erste Rüttler wurde im 19. Jahrhundert erfunden. Er arbeitete mit dem Dampfmotor und war ursprünglich für die Behandlung weiblicher Hysterie bestimmt.


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