Triamcinolon

Triamcinolon – ein Hormonmittel aus der Gruppe der Glukokortikoide. Triamcinolon-Formel

Pharmakologische Wirkung von Triamcinolon

Triamcinolon wird als Antiallergikum, Immunsuppressivum, entzündungshemmendes und glukokortikoides Mittel eingesetzt. Der therapeutische Effekt beruht auf der Unterdrückung von Gewebemakrophagen, Leukozyten, Fibroblasten sowie der Kollagenbildung; zudem wird die Migration von Leukozyten im Entzündungsgebiet eingeschränkt und die Phagozytosefähigkeit der Makrophage gestört. Zusätzlich stabilisiert Triamcinolon lysosomale Membranen, was zu einer Senkung der Konzentration proteolytischer Enzyme am entzündeten Organisationsbereich führt.

Triamcinolon wirkt katabol auf die Glukoneogenese und erhöht die Aktivität der daran beteiligten Enzyme; ferner fungiert es als Katalysator in Muskeln, Knochen, Haut sowie anhangs- und lymphoiden Geweben.

Darreichungsform

Triamcinolon wird als Tabletten mit einer Masse von 4 mg, als Salben und Cremes mit einer Konzentration von 0,1 % oder 10 % freigesetzt.

Anwendungsbezogene Aussagen zu Triamcinolon

Die Gebrauchsinstruktion für Triamcinolon empfiehlt verschiedene Darreichungsformen je nach konkretem Krankheitsbild.

  • Die Einnahme von Triamcinolon ist indiziert bei rheumatoider Arthritis, Rheuma, Bindegewebserkrankungen (einschließlich der lichen ruber planus), akuten allergischen Reaktionen, allergisch bedingten Hauterkrankungen, schwerem Bronchialasthma, hämolytischer Anämie, hämorrhagischer Diathese, Erythema multiforme sowie Leukämie und Lymphom.
  • Triamcinolon sollte in Form von Inhalationen bei bronchialer Asthmaphase der Verschlimmerung sowie allergischer Rhinitis und hormonell abhängigem Asthma angewendet werden.
  • Die parenterale Verabreichung von Triamcinolon ist indiziert bei rheumatoider Arthritis, Bindegewebserkrankungen, Dermatosen, lichen ruber planus, Emphysem oder Lungenfibrose, Lymphosarkom, lymphatischer Leukämie, Hodgkin-Lymphom sowie nephrotischem Syndrom.
  • Die topische Anwendung von Triamcinolon wird bei Ekzem, Psoriasis, Neurodermitis, verschiedenen Dermatitisen sowie anderen allergischen und entzündlichen Hauterkrankungen nichtmikrobieller Ätiologie als Bestandteil der komplexen Therapie empfohlen.

Kontraindikationen

Die Gabe von Triamcinolon ist Patienten mit den folgenden Erkrankungen nicht zu empfehlen:

  • Akute Psychosen in der Anamnese;
  • Tuberkulose in florider Form;
  • Myasthenia gravis;
  • Divertikulitis;
  • Tumoren mit Metastasen;
  • Zwölffingerdarm- und/oder Magengeschwür;
  • Arterielle Hypertonie;
  • Niereninsuffizienz;
  • Cushing-Syndrom;
  • Thrombosen und Embolien;
  • Osteoporose;
  • Amyloidose;
  • Diabetes mellitus;
  • Verwischte Infektionsherde;
  • Pilzinfektionen und Virusinfektionen (einschließlich Herpes);
  • Die Poliomyelitis (außer bulbär-enzephalitischen Formen);
  • Die Arthritis (gonokokkale und tuberkulöse);
  • Das Glaukom;
  • Lymphadenitis nach BZSCH;
  • Hautinfektionen.

Instruktion zur Anwendung von Triamcinolon;

Gemäß der Anweisung ist es erforderlich, das Präparat Triamcinolon in den unten genannten Dosierungen zu verabreichen. Triamcinolon in Tabletten

  • Peroral wird Erwachsenen eine Tagesdosis von 4 bis 20 Milligramm des Präparats empfohlen, die Einnahmefrequenz beträgt 2–3-mal täglich. Bei Eintritt einer Besserung des Zustands ist die Tagesdosis auf 2 Milligramm zu reduzieren, wobei diese Dosis alle 2–3 Tage eingenommen werden muss. Anschließend ist die Dosis schrittweise bis zur Erhaltungsdosis von 1 Milligramm pro Tag herabzusetzen und schließlich die Therapie vollständig abzubrechen;
  • Bei Frauen und Männern beträgt die intramuskuläre Gabe eine Dosierung von 40 Milligramm einmal alle 4 Wochen. Anschließend kann die Dosierung unter Berücksichtigung der ärztlichen Einschätzung und der Verträglichkeit des Medikaments durch den Patienten bis auf 80 Milligramm einmal alle 2–4 Wochen erhöht werden. Im Notfall ist eine Erhöhung der Dosis bis zu 100 Milligramm zulässig. Das Präparat muss tief intramuskulär injiziert werden, um subkutane Atrophie zu vermeiden;
  • Die Dosierung von Triamcinolon bei intraartikulärer oder lokaler Anwendung im Infektionsherd beträgt 10 bis 40 Milligramm pro Woche.
  • Die Dosierung für Inhalationen wird je nach Alter des Patienten und der gewählten Applikationsform berechnet.
  • Bei der topischen Anwendung sollte die Häufigkeit auf maximal einmal täglich beschränkt werden; die Behandlungsdauer beträgt in der Regel nicht mehr als 10 Tage und wird individuell angepasst, wobei eine Verlängerung bis zu 25 Tagen in Ausnahmefällen möglich ist, jedoch eine Anwendung über vier Wochen nicht empfohlen wird.

Nebenwirkungen von Triamcinolon.

Vor Beginn der Therapie sollte die Liste der Nebenwirkungen bekannt sein, um Komplikationen zu vermeiden; in einigen Fällen treten folgende Nebenwirkungen auf:

  • Störungen des Menstruationszyklus, Fettverteilung, Blutzuckeranstieg, Nebenniereninsuffizienz sowie das Auftreten von Lungenödem. Zudem können Striae, Akne und Hirsutismus entstehen.
  • Wassereinlagerungen, Elektrolytstörungen, negative Stickstoffbilanz und Wachstumsverzögerung bei Kindern.
  • Steroidgastritis, akute Pankreatitis sowie erosiv-ulzerative Infektionen des Gastrointestinaltrakts.
  • Krampfanfälle, Schlafstörungen und psychische Störungen, Kopfschmerzen sowie Schwäche.
  • Myopathien und Osteoporose.
  • Von arterieller Hypertonie;
  • Von Blutpfropfembolie;
  • Von Sehstörungen, hinterem Subkapsellinsenstar und erhöhtem Augeninnendruck;
  • Von Anaphylaxiereaktionen;
  • Von der Verschlimmerung von Infektionskrankheiten.

Zudem existieren spezifische Nebenwirkungen für jede Anwendungsform von Triamcinolon:

  • Die intraartikuläre Anwendung kann Gelenkschwäche, Reizungen an der Einstichstelle, sterile Abszesse, Depigmentierung und Hautatrophie verursachen;
  • Bei Inhalationen sind Nebenwirkungen wie Niesen, Husten, Kopfschmerzen, Trockenheit der Nasenschleimhaut oder Mundschleimhaut, Heiserkeit sowie das Auftreten von Candida-Infektionen möglich;
  • Die topische Anwendung des Präparats kann Juckreiz, Ekzem, Hautreizungen, Purpura und Steroidakne hervorrufen. Eine Langzeitanwendung der Salbe birgt die Gefahr atrophischer Hautveränderungen sowie erneuter Infektionsherde.

Besondere Hinweise

Es ist zu beachten, dass Triamcinolon nicht für w/w-Verreibungen vorbestimmt ist.

Die parenterale Anwendung wird bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen; bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren sollte das Präparat nur in Ausnahmefällen angewendet werden.

Lagerungsbedingungen

Triamcinolon ist an einem vor Licht geschützten Ort aufzubewahren.

Ob Das sollten Sie wissen:

Bei regelmäßigem Solarium-Besuch steigt die Wahrscheinlichkeit eines Hautkrebses um 60 %.


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