Zystoskopie

Schema zur Durchführung der Zystoskopie Die Zystoskopie ist ein Verfahren zur Untersuchung der Harnblase von innen mittels des speziellen Instruments Zystoskop. Einige Veränderungen der Harnröhre und der Blase – wie Geschwüre, Polypen und andere Infektionen – sind mit dem Ultraschall (US) nicht sichtbar; daher wird in Einzelfällen eine ausführlichere Untersuchung durch die Zystoskopie durchgeführt. So werden Tumore, Konkrementbildungen sowie Entzündungen und Traumata der Harnblase erkannt.

Die Zystoskopie dient nicht nur diagnostischen Zwecken, sondern auch therapeutischen: Mit ihrer Hilfe kann der Arzt Tumore oder Papillome entfernen, einfache Geschwüre durch Elektrokauterisation (Ausbrennen) behandeln, die Mündung des Harnröhrchens eröffnen, Medikamente intravesikal applizieren, das Harnröhrchen bougiere oder katheterisieren sowie Prostatakarzinome oder -adenome resektieren.

Durchführung der Zystoskopie der Harnblase

Das Zistoskop ist ein Rohrsystem mit integrierter Beleuchtung und kann entweder starr (Standard) oder flexibel sein.

Zur Untersuchung der Harnblase wird das Zystoskop in die Harnröhre eingeführt. Da die Prozedur schmerzhaft ist, erfolgt sie unter lokaler, spinaler oder Allgemeinanästhesie. Bei labiler Psyche des Patienten sollte eine Allgemeinnarkose vermieden werden; die Nüchternzeit beträgt 8 Stunden vor der Untersuchung.

Unter lokaler Anästhesie wird bis zum Beginn der Zystoskopie eine Novocain-Lösung (2 %, 10 ml) oder Lidocain-Gel appliziert. Bei Männern wird während der Untersuchung ein spezieller Penisfixator auf den Schwellkörper für 5–10 Minuten angelegt.

Zystoskop – Gerät für die Durchführung einer Zystoskopie Während der Zystoskopie befindet sich der Patient in lithotischer Lage. Nach Einführung des Zystoskops in die Harnblase wird diese mit Wasser oder steriler Kochsalzlösung so weit gefüllt, dass eine optimale Sicht gewährleistet ist; das Volumen sollte dabei nicht mehr als 200 ml betragen. Anschließend untersucht der Arzt die Harnblase. Die Besichtigung dauert 2 bis 10 Minuten. Insgesamt nimmt die Zystoskopie maximal 45 Minuten in Anspruch. Bei Verwendung einer lokalen Anästhesie kann der Patient unmittelbar nach dem Eingriff nach Hause entlassen werden.

In einigen Fällen wird bei Frauen und Männern eine Chromozystoskopie durchgeführt, bei der intravenös 1 bis 3 ml einer Indigokarmin-Lösung (0,4 %) verabreicht werden. Dies dient dazu zu prüfen, in welchem Intervall und mit welcher Intensität der gefärbte Urin erscheint; als Norm gilt eine Ausscheidung nach 3 bis 5 Minuten. Eine Verzögerung über 10 Minuten kann auf eine Verschlechterung der Nierenfunktion hindeuten.

Zystoskopie bei Kindern

Die Zystoskopie bei Kindern erfolgt nach demselben Prinzip wie bei Erwachsenen; zur Überprüfung werden jedoch spezielle kinderspezifische Zystoskope mit einem deutlich kleineren Durchmesser als die für Erwachsene verwendeten Instrumente eingesetzt. Die Untersuchung wird in der Regel erst nach schriftlicher Einwilligung der Eltern durchgeführt, wobei emotional belastete Kinder oft eine allgemeine Narkose erhalten.

Kontraindikationen und Komplikationen der Zystoskopie

Die Zystoskopie wird bei Frauen, Männern sowie Kindern nicht durchgeführt, wenn eine akute Zystitis, entzündliche Prozesse in den Harnwegen oder Entzündungen der Hoden bzw. Prostata vorliegen, oder bei Vorhandensein von Blutungen und hohem Fieber.

Nach der Zystoskopie kann der Patient einige Tage lang ein Brennen beim Wasserlassen verspüren. Zudem besteht das Risiko einer Infektion (deshalb werden nach der Untersuchung häufig Antibiotika verschrieben), einer Blutung oder eines Einrisses in die Blasenschleimhaut.

Da die Harnröhre bei Männern länger ist als bei Frauen, stellt die Zystoskopie beim Mann eine komplexere und teilweise gefährlichere Prozedur dar. Das Ausmaß der Komplikationen hängt von der Qualifikation des Arztes sowie vom verwendeten Zystoskop ab: Je feiner das Instrument, desto geringer das Risiko. Der Katheter muss zunächst die Prostata, den Samenbeutel und den Blasenhals passieren, um dann in die Harnblase einzudringen. Eine falsche Handhabung kann zu Prostatitis, Blasenentzündung, Urethritis, Entzündungen des Samenbeckens sowie Abszessen führen und Potenzstörungen (insbesondere der morgendlichen Erektion) und Libidoverlust verursachen. Zur Behandlung dieser Komplikationen sind die Symptome einer erektilen Dysfunktion oft über Wochen oder sogar einige Monate zu beobachten.

Unter ärztlicher Aufsicht ist es erforderlich, unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn nach der Zystoskopie Schüttelfrost, starke Schmerzen im Harnröhrenbereich, Fieber sowie ein deutlich vermindeter Urinabfluss beim Wasserlassen auftreten.

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