Fremdkörper im Auge

Das Empfinden eines Fremdkörpers im Auge ist jedem Menschen bekannt, etwa bei einem kleinen Insektenstaub oder ähnlichen Partikeln. Ein Fremdkörper kann die Strukturen des Auges (Augapfellinse, Sklera, Hornhaut) schädigen, indem er sich oberflächlich befindet oder in den Bulbus eindringt. Jede Verletzung durch einen Fremdkörper ist potenziell gefährlich für die Sehfunktion. Brennen – ein Symptom für Fremdkörper im Auge

Symptome eines Fremdkörpers im Auge:

  • Brennende Schmerzen im betroffenen Auge, Schwächegefühl und Rötung.
  • Erhöhte Tränenproduktion.
  • Es kann zu einer Sehverschlechterung kommen.
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Die genannten Symptome können auch nach der Entfernung des Fremdkörpers noch einige Zeit anhalten, bis der dadurch verursachte Reizzustand vollständig abgeklungen ist.

Ursachen

Das Eindringen von Fremdkörpern in das Auge wird vor allem bei bestimmten Berufsgruppen (z. B. Forstarbeiter) beobachtet. Daher ist es zum Schutz des Sehorgans ratsam, während der Arbeitszeit eine Schutzbrille zu tragen.

Bei starkem Wind und staubigem Sturm besteht ein hohes Risiko, dass Fremdkörper ins Gesicht eindringen. Es ist am besten, solchen Wetterlagen aus dem Weg zu gehen. Sollte dies aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, sollten ebenfalls Schutzbrillen getragen werden.

Das Empfinden eines Fremdkörpers im Auge tritt häufig bei Kontaktlinsenträgern auf. Werden die Trageregeln (Keimfreiheit, sorgfältiges Abnehmen etc.) nicht beachtet, entstehen oberflächliche Verletzungen des Augapfels, die als Fremdkörpergefühl wahrgenommen werden.

Diagnostik von Fremdkörpern im Auge

Das Vorhandensein eines Fremdkörpers im Auge führt in der Regel zu keinen diagnostischen Schwierigkeiten. Der Arzt stützt sich meist auf die charakteristischen Beschwerden des Patienten sowie auf die Befunde der ophthalmologischen Untersuchung. Bei Bedarf wird das untere Augenlid sorgfältig zurückgezogen oder nach oben geschoben, um festzustellen, ob sich darunter ein Fremdkörper befindet.

Bei durchdringenden Verletzungen des Augapfels, bei denen der Fremdkörper von außen eindringt, wird die Untersuchung komplexer und umfasst:

  • Prüfung der Sehschärfe
  • Untersuchung des Auges mit dem Spaltlampenmikroskop
  • Inspektion mit der Spaltlampe
  • Röntgenaufnahme
  • Ultraschalluntersuchung Nach Entfernung des Fremdkörpers wird das Auge mit einer Schutzbinde versorgt

Therapie

Das Entfernen des Fremdkörpers aus dem Auge markiert den Beginn der Therapie. Dem betroffenen Auge werden anästhesierende Tropfen, beispielsweise 0,25 % Dikain, appliziert. Anschließend erfolgt das direkte Entfernen des Fremdkörpers unter Verwendung eines sterilen Wattebauschs, der in sterilem destilliertem Wasser angefeuchtet wurde. Bei Fällen, bei denen der Fremdkörper aufgrund seiner geringen Größe und bei üblicher Betrachtung nicht erkannt werden kann, wird die Instillation von Augentropfen mit einem speziellen Farbstoff – Fluorescein – durchgeführt. Dank dessen wird der Fremdkörper deutlich sichtbar, sodass der Arzt ihn ohne besondere Schwierigkeiten entfernen kann.

Bei unbedeutenden Beschädigungen der Hornhaut erfolgt nach dem Entfernen des Fremdkörpers aus dem Auge die Verordnung einer Augensalbe mit Antibiotika. Diese soll über einen Zeitraum von 2 bis 3 Tagen angewendet werden.

Bei erheblichen Hornhautläsionen erfolgt nach der Fremdkörperentfernung die Verordnung von Augentropfen zur Pupillenerweiterung (1 %ige Atropinlösung). Zusätzlich ist eine mehrmals tägliche Gabe von Antibiotika erforderlich. Zum Schutz des verletzten Auges vor Licht wird eine Augenbinde angelegt. Die Therapie wird über 3 bis 5 Tage fortgeführt.

Bei einem tiefen Fremdkörper im Auge kann eine operative Entfernung notwendig sein.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Die höchste gemessene Körpertemperatur wurde bei Willis Jones (USA) registriert; der Patient wurde mit einer Temperatur von 46,5 °C ins Krankenhaus aufgenommen.


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