Der schwarze Pfeffer – eine der am weitesten verbreiteten Gewürze, die sich in jedem Haushalt unbedingt befinden sollte.
Der schwarze Pfeffer – ein Kraut aus der Familie der Pfeffergewächse. Sein Ursprungsland sind die Malabar-Küsten Indiens; daher wird er oft als „malabarisches Beerenkraut" bezeichnet.
Die Früchte des Baumes – zunächst grüne Erbsen, die im Laufe der Verarbeitung dunkel werden. Je nach Reifezeit und Technologie erhält man roten, grünen oder weißen Pfeffer. Alle Sorten finden Anwendung in der Kochkunst, doch der schwarze Pfeffer genießt die größte Popularität.
In der Natur klettert das Gebüsch empor, um die Bäume einzuwickeln; seitdem begonnen wurde, den Pfeffer zu kultivieren, werden auf den Plantagen spezielle Stützen errichtet, die das Wachstum der Pflanze auf 4–5 Meter begrenzen. Insgesamt kann das Gebüsch jedoch bis zu 15 Meter hoch werden. Die Blätter erreichen eine Länge von bis zu 10 Zentimetern. Nach Abschluss der Blüte trägt die Pflanze runde Früchte, die zunächst grün sind und später gelb oder rot werden.
Der Fruchtknoten misst bis zu 14 Zentimeter und kann bis zu 20–30 Samen enthalten. Um schwarzen Pfeffer zu erhalten, werden unreife Früchte geerntet; während des Trocknens an der Sonne färben sie sich schwarz und schrumpfen zusammen. Reife Früchte werden im Wasser eingeweicht, das Fruchtfleisch löst sich auf, und es entsteht weißer Pfeffer, der zwar weniger intensiv schmeckt als schwarzer Pfeffer, aber aromatischer ist und ebenfalls in der Kochkunst verwendet wird.
Der Anbau von schwarzem Pfeffer in Indien reicht bis in die antiken Zeiten zurück; er war bereits im alten Ägypten, China, Rom und Griechenland bekannt. Im Mittelalter wurde Pfeffer hoch geschätzt und fand trotz seines hohen Preises breite Anwendung in der europäischen Küche. Damals besaßen Kaufleute aus Venedig und Genua das Monopol auf den Pfefferhandel. Anschließend übernahmen die Portugiesen das Recht auf Lieferung nach Europa, später folgte dies den Holländern.
Der größte Pfefferproduzent ist Indien, gefolgt von Brasilien und Indonesien; diese Länder ernten jährlich über 40.000 Tonnen. Zudem wird schwarzer Pfeffer in tropischen Regionen wie Sumatra, Sri Lanka, Java, Kalimantan sowie weiteren Ländern angebaut.
Von allen Gewürzen genießt schwarzer Pfeffer die größte Bekanntheit: Er wird als gemahlene Spezies verwendet, ganze Pfefferkörner eingesetzt oder Bestandteil verschiedener Würzmischungen. Gemahlen bietet er ein intensiveres Aroma, verliert jedoch schnell seine Frische bei dichter Lagerung.
Pfeffer findet Anwendung in Suppen, Podlivs (Soßen), Saucen, Hackfleischgerichten, Salaten, Marinaden sowie Wursterzeugnissen und Bohnengemüsesuppen. Traditionell wird er zudem bei der Zubereitung von Fleisch-, Wild- und Fischspeisen eingesetzt.
In 100 g schwarzem Pfeffer enthalten: 12,5 g Wasser, 25,3 g Zellstoff (Ballaststoffe), 10,4 g Eiweiß, 38,6 g Kohlenhydrate, 3,3 g Fett, 4,5 g Asche. Vitamine: Beta-Carotin, Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Niacin (PP/RR), Cholin (B4), Pantothensäure (B5), Pyridoxin (B6), Folsäure (B9), Ascorbinsäure (C), Vitamin E, Phyllochinon (K). Makroelemente: Phosphor, Natrium, Magnesium, Kalzium, Kalium. Mikroelemente: Fluor, Zink, Selen, Kupfer, Mangan, Eisen.
Der Kaloriengehalt des schwarzen Pfeffers beträgt 250 kcal pro 100 g Produkt.
Die heilenden Eigenschaften des schwarzen Pfeffers wurden bereits in antiken Zeiten geschätzt: Indische Ärzte nutzten ihn zur Behandlung von Husten, Angina pectoris, Influenza und Asthma sowie als Schmerzmittel; griechische Ärzte wie Hippokrates, Demokrit und Plinius der Ältere beschrieben seine Wirkungen.
Schwarzer Pfeffer wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend, allgemein kräftigend, antibakteriell, wurmtötend und schleimlösend; er stärkt die Stressresistenz und unterstützt die Funktion des Herz-Kreislauf-, Verdauungs-, endokrinen und Atmungssystems.
Zur Zusammensetzung des Pfeffers gehört das Alkaloid Capsaicin, das ihm den charakteristischen scharfen Geschmack verleiht; es fördert zudem den Stoffwechsel, regt die Appetitbildung an, unterstützt die Funktion von Bauchspeicheldrüse und Magen, hemmt die Blutgerinnung und senkt den arteriellen Blutdruck.
Ärzte empfehlen schwarzen Pfeffer bei Müdigkeit, Stress, Depressionen, langanhaltender Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Erkältungen, Fieber, hoher Temperatur, Hautproblemen, Fettstoffwechselstörungen sowie bei Verletzungen des Metabolismus anzuwenden.
Es ist nicht empfehlenswert, dieses Produkt im Falle individueller Unverträglichkeit einzunehmen. Schwarz Pfeffer kann zudem bei Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren, akuten Nierenentzündungen sowie Blasenleiden, Anämien, nach Darm- und Magenoperationen schädlich wirken.
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